A) Aufgaben zum Artikel
1. Hören und Mitlesen
- Höre dir den JETZT-Artikel einmal vollständig an und lies dabei im Text mit.
Hinweis: Achte diesmal besonders darauf, wie der Autor argumentiert. Wo stellt er Fragen? Wo nennt er Beispiele? Wo wird seine Haltung deutlich? Stoppe beim Lesen oder Hören an drei Stellen, die du besonders interessant findest. Wähle Stellen aus,
- die dich überraschen,
- die dir besonders wichtig erscheinen oder
- die eine starke Aussage über Journalismus und Demokratie treffen.
Mach dir zu jeder Stelle kurze Notizen.
2. Verstehen
Beantworte die Fragen in ganzen Sätzen.
- Welche Entwicklungen in Österreich nennt der Autor gleich zu Beginn als Zeichen für die Krise des Journalismus?
- Warum, so der Autor, ist der Abbau von Stellen in Redaktionen nicht nur ein Problem für Medienhäuser, sondern auch für Leserinnen und Leser und für Bürgerinnen und Bürger?
- Welchen Denkfehler sieht der Autor in der Vorstellung, dass weniger Stellen in Redaktionen einfach nur zu weniger Journalismus führen?
- Welche günstigen Quellen für Inhalte nennt der Text, aus denen Medien leicht viele Beiträge machen können?
- Worin besteht laut Artikel die eigentliche journalistische Arbeit einer Redaktion erst wirklich?
- Warum passieren journalistische Fehler laut dem Autor oft nicht aus böser Absicht, sondern aus strukturellen Gründen?
- Was sind „News Deserts“ beziehungsweise „Nachrichtenwüsten“?
- Warum sagt der Autor, dass das größte Problem solcher Nachrichtenwüsten nicht zu wenig, sondern zu viele Informationen sind?
- Welche Rolle übernehmen laut Text PR, Parteien oder parteinahe Medien dort, wo unabhängiger Journalismus schwächer wird oder verschwindet?
- Warum ist guter unabhängiger Journalismus laut dem Autor wichtig für demokratische Entscheidungen?
Vergleiche deine Antworten mit der Musterlösung!
- Welche Entwicklungen in Österreich nennt der Autor gleich zu Beginn als Zeichen für die Krise des Journalismus?
Der Autor nennt gleich zu Beginn mehrere Stellenabbauten bei österreichischen Medien. Er erwähnt zum Beispiel den „Standard“, die „Kleine Zeitung“, die „Presse“, die Regionalmedien-Gruppe sowie Einsparungen bei „Kurier“ und „Krone“. Das zeigt, dass viele Redaktionen gerade unter starkem Druck stehen. - Warum, so der Autor, ist der Abbau von Stellen in Redaktionen nicht nur ein Problem für Medienhäuser, sondern auch für Leserinnen und Leser und für Bürgerinnen und Bürger?
Der Autor meint, dass es nicht nur um Jobs in einer Branche geht. Wenn Redaktionen kleiner werden, leidet auch die Qualität des Journalismus. Das betrifft alle, weil guter Journalismus wichtig ist, damit Menschen verlässliche Informationen bekommen. - Welchen Denkfehler sieht der Autor in der Vorstellung, dass weniger Stellen in Redaktionen einfach nur zu weniger Journalismus führen?
Der Denkfehler besteht darin, dass weniger Stellen nicht automatisch einfach nur weniger Inhalte bedeuten. Oft entsteht stattdessen schlechterer Journalismus. Es gibt dann vielleicht noch immer viele Beiträge, aber sie sind oberflächlicher, weniger geprüft und weniger eigenständig recherchiert. - Welche günstigen Quellen für Inhalte nennt der Text, aus denen Medien leicht viele Beiträge machen können?
Der Text nennt Nachrichtenagenturen, andere Medien, Pressemitteilungen und soziale Medien. Aus all diesen Quellen lassen sich schnell und billig viele Inhalte machen. Eigene Recherche ist dagegen aufwendiger und teurer. - Worin besteht laut Artikel die eigentliche journalistische Arbeit einer Redaktion?
Die eigentliche journalistische Arbeit beginnt laut dem Autor erst im Umgang mit diesen Quellen. Journalistinnen und Journalisten müssen Informationen prüfen, nachfragen, verschiedene Seiten anhören und Wichtiges von Unwichtigem trennen. Außerdem sollten sie idealerweise auch selbst recherchieren. - Warum passieren journalistische Fehler laut dem Autor oft nicht aus böser Absicht, sondern aus strukturellen Gründen?
Der Autor sagt, dass Fehler oft passieren, weil Redaktionen zu dünn besetzt sind und zu wenig Zeit haben. Dann werden Informationen schneller übernommen und nicht gründlich geprüft. Das liegt also oft eher an Arbeitsbedingungen als an böser Absicht. - Was sind „News Deserts“ beziehungsweise „Nachrichtenwüsten“?
Damit sind Gegenden gemeint, in denen es keinen oder fast keinen lokalen Journalismus mehr gibt. Die Menschen dort haben also kaum noch örtliche Nachrichtenquellen. Solche Nachrichtenwüsten gibt es laut dem Text zum Beispiel in den USA schon häufig. - Warum sagt der Autor, dass das größte Problem solcher Nachrichtenwüsten nicht zu wenig, sondern zu viele Informationen sind?
Der Autor meint, dass Menschen heute auch ohne klassischen Journalismus viele Informationen über das Internet und soziale Medien bekommen. Das Problem ist aber, dass diese Informationen sehr unterschiedlich zuverlässig und oft einseitig sind. Guter Journalismus hilft normalerweise dabei, diese Flut einzuordnen. - Welche Rolle übernehmen laut Text PR, Parteien oder parteinahe Medien dort, wo unabhängiger Journalismus schwächer wird oder verschwindet?
Dann füllen andere Akteure die Lücke, zum Beispiel PR-Abteilungen, Parteien oder parteinahe Medien. Diese wollen Menschen aber nicht neutral informieren, sondern verfolgen eigene Interessen. Deshalb wird die öffentliche Information einseitiger. - Warum ist guter unabhängiger Journalismus laut dem Autor wichtig für demokratische Entscheidungen?
Weil Menschen nur dann gute Entscheidungen treffen können, wenn sie fair und verlässlich informiert sind. Unabhängiger Journalismus hilft dabei, gesellschaftliche Debatten sichtbar zu machen und einzuordnen. Das ist besonders wichtig für demokratische Wahlen und Meinungsbildung.
3. Zusammenfassen
- Schreibe eine kurze Zusammenfassung des Artikels in 5 bis 7 Sätzen.
Gehe dabei auf diese Punkte ein:- die Krise des Journalismus
- den Unterschied zwischen vielen Informationen und gutem Journalismus
- die Folgen schwächerer oder fehlender Redaktionen
- die Bedeutung von unabhängigem Journalismus für Demokratie und Öffentlichkeit
Vergleiche deine Zusammenfassung mit der Musterlösung!
EINFACHE MUSTERLÖSUNG:
Der Artikel beschreibt, dass viele Medien in Österreich und weltweit in einer Krise stecken und Stellen abbauen. Der Autor erklärt, dass das nicht nur für Medienhäuser problematisch ist, sondern auch für die Gesellschaft. Weniger Personal in Redaktionen führt oft nicht einfach zu weniger Journalismus, sondern zu schlechterem Journalismus. Dann entstehen zwar noch viele Inhalte, aber oft auf Basis von Agenturmeldungen, Pressemitteilungen oder Beiträgen aus sozialen Medien. Guter Journalismus bedeutet dagegen, Informationen zu prüfen, einzuordnen und auch selbst zu recherchieren. Besonders problematisch wird es dort, wo unabhängiger Journalismus ganz verschwindet und andere Akteure wie Parteien oder PR-Leute die Öffentlichkeit prägen. Der Text macht deutlich, dass unabhängiger Journalismus wichtig ist, damit Menschen gut informiert sind und in einer Demokratie verantwortungsvoll entscheiden können.
ANSPRUCHSVOLLERE MUSTERLÖSUNG:
Stefan Niggemeier zeigt in seinem Artikel, dass die Krise des Journalismus weit über wirtschaftliche Probleme einzelner Medienhäuser hinausgeht. Auslöser seiner Überlegungen sind zahlreiche Stellenabbauten in österreichischen Redaktionen, die Teil einer internationalen Entwicklung sind. Der Autor argumentiert, dass weniger Redaktionspersonal nicht unbedingt weniger Inhalte bedeutet, sondern vor allem die Gefahr von schlechterem, oberflächlicherem und weniger geprüftem Journalismus erhöht. Viele Beiträge lassen sich billig aus Agenturmeldungen, Pressemitteilungen, Konkurrenzmedien oder sozialen Netzwerken gewinnen, doch die eigentliche journalistische Leistung beginnt erst bei Prüfung, Einordnung und eigener Recherche. Besonders deutlich wird das dort, wo Lokaljournalismus ganz verschwindet: In solchen „Nachrichtenwüsten“ gibt es zwar weiterhin viele Informationen, aber oft ohne unabhängige Orientierung. Dann füllen PR, Parteien und parteinahe Medien die Lücke und prägen die Wahrnehmung der Wirklichkeit in ihrem eigenen Interesse. Der Text kommt deshalb zu dem Schluss, dass guter unabhängiger Journalismus eine wichtige Voraussetzung für öffentliche Debatten und demokratische Entscheidungen ist.
- Zusatzaufgabe: Lass dir von einer KI deiner Wahl eine oder mehrere Zusammenfassung(en) des Artikels erstellen. Vergleiche dann:
- deine eigene Zusammenfassung
- die KI-Zusammenfassung(en)
- die Musterlösung
- Überlege dabei:
– Welche Version ist am verständlichsten?
– Welche Version bildet die Argumentation des Textes am besten ab?
– Wo vereinfacht eine KI vielleicht zu stark?
– Was gelingt dir selbst beim Zusammenfassen besser als einer KI?
4. Nachdenken und Diskutieren
Wähle zwei der folgenden Fragen aus und beantworte sie schriftlich. Diskutiere sie dann mit anderen – z. B. in deiner Klasse.
- Warum ist es für eine demokratische Gesellschaft problematisch, wenn guter Journalismus schwächer wird
- Der Autor schreibt, dass weniger Journalistinnen und Journalisten oft nicht zu weniger, sondern zu schlechteren Informationen führen. Findest du diese Aussage überzeugend? Warum oder warum nicht?
- Welche Rolle spielen soziale Medien, Parteikanäle oder PR heute für die öffentliche Information? Wo siehst du Chancen, wo Risiken?
- Würdest du für guten Journalismus bezahlen? Begründe deine Meinung.
- Welche Aufgaben sollte Journalismus unbedingt erfüllen – und auf welche Inhalte könnte man eher verzichten?
- Findest du den Vergleich mit „Nachrichtenwüsten“ hilfreich? Was macht dieses Bild anschaulich?
5. Analysieren
Untersuche, wie der Text geschrieben ist.
- Der Autor arbeitet mit Beispielen, Vergleichen und Bildern, zum Beispiel mit „Nachrichtenwüsten“, „Informations-Ozeanen“, „Rettungsbooten“, „Inseln“ oder „Leuchttürmen“. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
- Wie baut der Autor seine Argumentation auf? Beschreibe in eigenen Worten, wie sich der Text von der Ausgangsfrage bis zur Schlussfolgerung entwickelt.
- Der Text ist nicht nur informierend, sondern auch argumentierend. Woran merkt man das? Nenne mindestens zwei Merkmale.
- Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen oder Formulierungsweisen, an denen das besonders deutlich wird.
- Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem? Begründe deine Antwort mit Beispielen.
Vergleiche deine Analyse mit der Musterlösung!
EINFACHE MUSTERLÖSUNG:
- Der Autor arbeitet mit Beispielen, Vergleichen und Bildern, zum Beispiel mit „Nachrichtenwüsten“, „Informations-Ozeanen“, „Rettungsbooten“, „Inseln“ oder „Leuchttürmen“. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
Der Autor verwendet anschauliche Bilder. Das Bild der „Nachrichtenwüsten“ zeigt, dass es in manchen Gegenden kaum noch Journalismus gibt. Das Bild von „Rettungsbooten“ oder „Leuchttürmen“ macht deutlich, dass guter Journalismus Menschen in der Informationsflut Orientierung geben kann. - Wie baut der Autor seine Argumentation auf? Beschreibe in eigenen Worten, wie sich der Text von der Ausgangsfrage bis zur Schlussfolgerung entwickelt.
Der Text beginnt mit der Frage, ob der Abbau von Stellen in Medien überhaupt für alle ein Problem ist. Danach erklärt der Autor, wie Journalismus entsteht, warum billige Inhalte nicht dasselbe sind wie gute Recherche und was passiert, wenn Redaktionen schwächer werden. Später zeigt er am Beispiel der „News Deserts“, welche Folgen fehlender Journalismus haben kann. Am Ende kommt er zu dem Schluss, dass unabhängiger Journalismus für Demokratie und Öffentlichkeit wichtig ist. - Der Text ist nicht nur informierend, sondern auch argumentierend. Woran merkt man das? Nenne mindestens zwei Merkmale.
Man merkt an vielen Stellen, dass der Text argumentiert. Der Autor stellt Fragen, gibt Beispiele und erklärt Zusammenhänge. Er bewertet aber auch deutlich und will die Leserinnen und Leser von seiner Sicht überzeugen. - Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen oder Formulierungsweisen, an denen das besonders deutlich wird.
Der Autor spricht die Leserinnen und Leser direkt an, zum Beispiel mit Fragen wie: „Aber stimmt das auch?“ oder „Was hat das für Auswirkungen für die Menschen dort?“ Dadurch wirkt der Text nahbar und regt zum Mitdenken an. - Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem? Begründe deine Antwort mit Beispielen.
Der Text ist eine Mischung aus sachlich und meinungsstark. Sachlich ist er dort, wo Studien, Beispiele und Entwicklungen beschrieben werden. Meinungsstark ist er dort, wo der Autor seine Einschätzungen deutlich formuliert und seine Argumentation zuspitzt.
ANSPRUCHSVOLLERE MUSTERLÖSUNG:
- Der Autor arbeitet mit Beispielen, Vergleichen und Bildern, zum Beispiel mit „Nachrichtenwüsten“, „Informations-Ozeanen“, „Rettungsbooten“, „Inseln“ oder „Leuchttürmen“. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
Ein prägnantes Bild ist der Begriff „Nachrichtenwüsten“. Er macht anschaulich, dass in manchen Regionen kein lokaler Journalismus mehr vorhanden ist und damit eine wichtige Form öffentlicher Orientierung fehlt. Ein zweites starkes Bild ist die Beschreibung guten Journalismus als „Rettungsboote“, „Inseln“ oder „Leuchttürme“ im „Informations-Ozean“. Damit zeigt der Autor, dass das Problem heute nicht im Mangel an Informationen liegt, sondern in der fehlenden Einordnung und Verlässlichkeit. - Wie baut der Autor seine Argumentation auf? Beschreibe in eigenen Worten, wie sich der Text von der Ausgangsfrage bis zur Schlussfolgerung entwickelt.
Die Argumentation ist klar aufgebaut. Ausgangspunkt ist eine aktuelle Entwicklung: der Stellenabbau in österreichischen Medien. Von dort aus stellt der Autor die grundsätzliche Frage, ob das wirklich ein gesellschaftliches Problem ist. Anschließend entfaltet er Schritt für Schritt seine Antwort: Er erklärt, warum weniger Personal nicht einfach weniger Inhalte, sondern häufig schlechtere Informationen bedeutet, beschreibt billige Inhaltsquellen und grenzt diese von eigentlicher journalistischer Arbeit ab. Danach erweitert er die Perspektive mit dem Beispiel amerikanischer „News Deserts“ und zeigt schließlich, welche demokratischen Folgen schwacher oder fehlender Journalismus haben kann. Am Ende formuliert er ein differenziertes, aber klares Plädoyer für unabhängigen Journalismus. - Der Text ist nicht nur informierend, sondern auch argumentierend. Woran merkt man das? Nenne mindestens zwei Merkmale.
Dass der Text argumentierend ist, erkennt man daran, dass der Autor nicht nur informiert, sondern eine Leitfrage entwickelt und sie im Verlauf des Textes beantwortet. Er arbeitet mit Gegenargumenten, Beispielen, rhetorischen Fragen und Schlussfolgerungen. Außerdem wird seine Haltung an vielen Stellen deutlich, etwa wenn er zwischen billigem „Content“ und wertvoller journalistischer Arbeit unterscheidet. - Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen oder Formulierungsweisen, an denen das besonders deutlich wird.
Die Leserinnen und Leser werden immer wieder direkt in den Denkprozess hineingezogen. Das geschieht vor allem durch rhetorische Fragen wie „Aber stimmt das auch? Woran merkt man das?“ oder „Was hat das für Auswirkungen für die Menschen dort?“ Diese Fragen schaffen Nähe und fordern dazu auf, die Argumentation aktiv mitzuvollziehen. - Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem? Begründe deine Antwort mit Beispielen.
Der Text ist eine Mischung aus sachlich und meinungsstark. Sachlich wirkt er dort, wo Studien, Beispiele aus Österreich und den USA oder typische journalistische Arbeitsweisen beschrieben werden. Meinungsstark ist er dort, wo der Autor Bewertungen vornimmt, Formulierungen bewusst zuspitzt und seine Schlussfolgerungen klar formuliert. Gerade diese Verbindung aus Erklärung und Haltung macht den Text wirkungsvoll.
6. Schreiben
Wähle eine der folgenden Schreibaufgaben aus.
Option A: Stellungnahme
Schreibe eine Stellungnahme zu dieser Frage:
Braucht Demokratie heute mehr denn je guten Journalismus?
Umfang: ca. 250 bis 350 Wörter
So schreibst du eine Stellungnahme
In einer Stellungnahme sagst du klar, wie du zu einer Frage oder Aussage stehst. Du begründest deine Meinung mit nachvollziehbaren Argumenten und bleibst sachlich.
Darauf solltest du achten:
- Formuliere gleich am Anfang deine klare Meinung.
- Begründe deine Ansicht mit mindestens zwei guten Argumenten.
- Beziehe dich auf das Thema oder den Artikel.
- Schreibe verständlich, geordnet und in ganzen Absätzen.
- Am Schluss kannst du deine Meinung noch einmal kurz zusammenfassen.
Schreibhilfen für diese Stellungnahme
- Ich finde, dass …
- Meiner Meinung nach ist guter Journalismus wichtig, weil …
- Ein wichtiges Argument dafür ist, dass …
- Außerdem darf man nicht vergessen, dass …
- Der Artikel zeigt deutlich, dass …
- Daran sieht man, wie wichtig es ist, dass …
- Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass …
Musterlösung Stellungnahme
Braucht Demokratie heute mehr denn je guten Journalismus?
Ich finde, dass Demokratie heute mehr denn je guten Journalismus braucht. Gerade weil wir ständig von Informationen umgeben sind, ist es wichtig, dass es Medien gibt, die nicht nur Inhalte weiterverbreiten, sondern sie prüfen, einordnen und verständlich aufbereiten.
Ein wichtiges Argument ist, dass nicht jede Information schon verlässlich ist. Im Internet, in sozialen Medien oder auf parteinahen Kanälen verbreiten sich unzählige Meldungen, Meinungen und Behauptungen. Viele davon sind einseitig oder ungenau. Guter Journalismus hilft dabei, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Falsches zu erkennen. Ohne diese Einordnung wird es für viele Menschen schwieriger, sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Ein zweites Argument ist die Bedeutung für die Demokratie. Bürgerinnen und Bürger können nur dann gute politische Entscheidungen treffen, wenn sie fair informiert sind. Wenn unabhängiger Journalismus schwächer wird, füllen andere Akteure die Lücke, zum Beispiel Parteien oder PR-Abteilungen. Diese verfolgen aber eigene Interessen. Das kann dazu führen, dass Menschen ganz unterschiedliche und einseitige Vorstellungen von Wirklichkeit bekommen.
Natürlich produziert nicht jeder journalistische Beitrag lebenswichtiges Wissen. Es gibt auch viel Unterhaltung und viel Belangloses. Trotzdem bleibt guter Journalismus unverzichtbar, weil er dort hinschaut, wo andere lieber wegsehen würden, und weil er Missstände öffentlich machen kann.
Deshalb bin ich überzeugt: Demokratie braucht heute nicht einfach nur mehr Informationen, sondern vor allem guten, unabhängigen Journalismus.
Option B: Kommentar
Verfasse einen kurzen Kommentar mit dem Titel:
Viele Informationen sind noch lange kein guter Journalismus.
Umfang: ca. 200 bis 300 Wörter
So schreibst du einen Kommentar
Ein Kommentar ist ein meinungsbetonter Text. Du schreibst nicht nur, was ein Problem ist, sondern bewertest es deutlich und willst deine Leserinnen und Leser zum Nachdenken bringen.
Darauf solltest du achten:
- Wähle einen klaren Standpunkt.
- Schreibe lebendig und pointiert.
- Begründe deine Meinung mit passenden Argumenten.
- Du darfst auch Fragen, Zuspitzungen oder starke Formulierungen verwenden.
- Am Schluss sollte deutlich werden, was deine wichtigste Botschaft ist.
Schreibhilfen für diesen Kommentar
- Eigentlich ist das Problem ganz klar: …
- Auf den ersten Blick wirkt es so, als ob …
- Aber genau das ist der Denkfehler.
- Besonders problematisch ist, dass …
- Man könnte meinen, dass … Doch in Wahrheit …
- Wenn das so weitergeht, dann …
- Genau deshalb sollten wir …
Musterlösung Kommentar
Viele Informationen sind noch lange kein guter Journalismus.
Noch nie war es so leicht, an Informationen zu kommen. Ein paar Klicks, ein paar Swipes, ein paar Pushmeldungen – und schon ist man mitten im Weltgeschehen. Oder zumindest glaubt man das. Denn genau darin liegt das Problem: Viele Informationen bedeuten noch lange nicht, dass wir auch gut informiert sind.
Was heute oft fehlt, ist nicht Material, sondern Auswahl, Prüfung und Einordnung. Überall wird etwas gepostet, weitergeleitet, kommentiert und zugespitzt. Parteien senden ihre Botschaften, Unternehmen ihre PR, Influencer ihre Aufreger. Alles konkurriert gleichzeitig um Aufmerksamkeit. Aber wer sorgt dafür, dass Behauptungen überprüft werden? Wer trennt Wichtiges von Unwichtigem? Wer hört auch die andere Seite an?
Genau das ist die Aufgabe von Journalismus. Nicht einfach möglichst viel zu liefern, sondern Orientierung zu schaffen. Das wirkt vielleicht weniger spektakulär als der nächste Skandal-Post oder die nächste empörte Schlagzeile. Aber ohne diese Arbeit bleibt am Ende vor allem eines: Lärm.
Besonders gefährlich wird es dann, wenn Redaktionen kleiner werden und genau dort gespart wird, wo echte Recherche stattfindet. Dann gibt es zwar weiter unendlich viel Content, aber immer weniger Substanz. Und das merken wir oft nicht einmal sofort.
Eine demokratische Gesellschaft braucht nicht einfach mehr Informationen. Sie braucht bessere Informationen. Und genau deshalb ist guter Journalismus keine Nebensache, sondern etwas, das wir viel ernster nehmen sollten.
Option C: Kreatives Schreiben: innerer Monolog
Schreibe einen inneren Monolog aus der Sicht einer Person, die in einer Stadt lebt, in der es kaum noch unabhängigen Lokaljournalismus gibt.
Du kannst dir zum Beispiel vorstellen, dass diese Person versucht herauszufinden,
- was in der Gemeinde beschlossen wurde,
- wem sie bei Informationen noch vertrauen kann,
- warum überall so viele Informationen auftauchen, sie aber trotzdem das Gefühl hat, nicht wirklich Bescheid zu wissen.
So schreibst du einen inneren Monolog
Ein innerer Monolog gibt die Gedanken einer Figur wieder. Du schreibst so, als würdest du direkt in ihren Kopf hineinhören. Dabei geht es vor allem um Gefühle, Zweifel, spontane Gedanken und Reaktionen.
Darauf solltest du achten:
- Schreibe aus der Ich-Perspektive.
- Zeige Gedanken und Gefühle möglichst direkt.
- Der Text darf sprunghaft, spontan und persönlich wirken.
- Fragen, abgebrochene Sätze und Ausrufe passen gut.
Es geht nicht um perfekte Ordnung, sondern um glaubwürdige Gedanken.
Schreibhilfen für diesen inneren Monolog
- Eigentlich dachte ich immer, dass …
- Aber jetzt merke ich plötzlich, dass …
- Wem soll man da eigentlich noch glauben?
- Überall sind Informationen, und trotzdem …
- Das ist doch absurd …
- Vielleicht ist genau das das Problem: …
- Irgendwie macht mir das mehr Sorgen, als ich dachte.
Musterlösung innerer Monolog
Innerer Monolog
Komisch eigentlich. Überall Infos, ständig irgendwas auf dem Handy, in Gruppen, auf Social Media, auf den Seiten der Parteien, von der Gemeinde, von irgendwelchen Leuten aus dem Ort. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich eigentlich gar nicht weiß, was hier wirklich los ist.
Früher gab es wenigstens noch Berichte über Gemeinderatssitzungen. Oder irgendwer hat genauer erklärt, warum etwas beschlossen wurde und wer dafür oder dagegen war. Jetzt lese ich nur noch die Versionen der Parteien selbst. Natürlich lobt sich da jede Seite. Aber was stimmt jetzt wirklich?
Gestern habe ich versucht herauszufinden, was mit dem Jugendzentrum geplant ist. Die eine Seite schreibt, es sei ein großer Erfolg. Die andere spricht von einem Skandal. Super. Und wem soll ich glauben?
Vielleicht ist genau das das Problem. Es gibt nicht zu wenige Informationen. Es gibt zu viele. Aber niemand ordnet sie ein. Niemand schaut von außen drauf. Niemand sagt: Das ist wichtig. Das ist übertrieben. Das ist falsch. Das fehlt noch.
Irgendwie dachte ich immer, Journalismus sei halt einfach da. So wie Straßenbeleuchtung oder Busfahrpläne. Man merkt erst, wie wichtig etwas ist, wenn es fehlt.
Und jetzt fehlt es. Nicht ganz, aber genug, dass es unangenehm wird. Weil ich merke, wie schnell man den Überblick verliert, wenn plötzlich nur noch die lautesten Stimmen übrig bleiben.
Lies oder höre den JETZT-Artikel und bearbeite danach die folgenden Aufgaben. Du kannst den Text auch hören und gleichzeitig mitlesen.
B) Check dein Textverständnis
Alles verstanden? Hier geht`s zum Quiz!
Du hast dich intensiv mit dem Text beschäftigt, hast ihn gehört, gelesen, zusammengefasst, analysiert, darüber nachgedacht und vielleicht mit anderen diskutiert.
Jetzt kannst du dein Textverständnis mit einem interaktiven Quiz testen. So oft du willst. Bis alles passt 😉
Du kannst das Quiz gleich hier auf der Seite machen oder in einem neuen Tab öffnen.
C) Stärke deine Medienkompetenz
1. Das berichten andere Medien
Sieh dir zusätzlich zum JETZT-Artikel mindestens zwei weitere Beiträge oder Materialien zum Thema an.
Beispielquellen:
So kannst du selbst passende Beiträge finden:
Nutze bei der Suche konkrete Kombinationen aus Thema + Medium oder Thema + Format. Zum Beispiel kannst du suchen nach:
- Journalismus Demokratie Medienkrise
- Lokaljournalismus News Deserts
- unabhängiger Journalismus Parteien PR
- Medienvertrauen Demokratie
- Krise des Journalismus Erklärung
2. Medienanalyse
Wähle zwei Beiträge oder Materialien zum Thema aus. Vergleiche sie mit dem JETZT-Artikel und erstelle (z. B. mit Word) eine Liste nach dem folgenden Vorbild. Trage deine Beobachtungen in die Liste ein. Achte besonders darauf, wie unterschiedlich Quellen ein Thema darstellen und welche Wirkung Sprache, Aufbau und Schwerpunkt haben.
Meine gewählten Medien:
JETZT-Artikel: Was verlieren wir, wenn es weniger Journalismus gibt?
Weiteres Beispiel 1:
Weiteres Beispiel 2:
Quelle / Medium: Wer veröffentlicht den Beitrag?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Schwerpunkt des Beitrags: Worum geht es vor allem?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Zielgruppe: Für wen ist der Beitrag gemacht?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Art der Darstellung: eher erklärend, warnend, argumentierend oder analysierend?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Sprache / Wirkung: sachlich, direkt, pointiert, emotional, leicht verständlich?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Unterschiede zu JETZT: Was ist anders als im JETZT-Artikel?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Eigene Einschätzung: Was ist hilfreich, glaubwürdig oder besonders auffällig?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
3. Optional: Nutze ein Analysetool
Wenn du noch genauer untersuchen willst, wie ein Medienbeitrag aufgebaut ist, kannst du auch ein externes KI-unterstütztes Tool wie NEWSDECONSTRUCTED nutzen, das vom Linzer Forum MedienBildung mit der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt wurde und wird. Dort kannst du einen Link zu einem Beitrag eingeben und erhältst eine Analyse per E-Mail.
Zusatzaufgabe:
Teste das Tool mit einem der verglichenen Beiträge und prüfe anschließend:
- Welche Hinweise gibt dir das Tool?
- Was ist hilfreich?
- Wo musst du trotzdem selbst nachdenken und prüfen?
In diesem Abschnitt vergleichst du, wie verschiedene Medien über die Themen Journalismus, Medienkrise, Information und Demokratie berichten. Du achtest auf Inhalt, Sprache, Wirkung und Zielgruppe und lernst, Medien bewusster zu nutzen und besser einzuordnen.
D) Tools für deine Referate und Projekte
1. So wird es dein Thema
Aus dem Artikel ergeben sich viele spannende Fragestellungen. Du kannst zum Beispiel zu an einem dieser Themen weiterarbeiten:
- Warum ist unabhängiger Journalismus wichtig für die Demokratie?
- Was unterscheidet guten Journalismus von PR oder Parteikommunikation?
- Was passiert, wenn es in einer Region kaum noch Lokaljournalismus gibt?
- Wie verändert Social Media die öffentliche Information?
- Warum bemerken viele Menschen schlechten oder fehlenden Journalismus nicht sofort
2. Vertiefe dein Wissen
Wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest, helfen dir verlässliche Zusatzquellen weiter. Die folgenden Seiten und Materialien erweitern den JETZT-Artikel um verschiedene Perspektiven: Medienforschung, Demokratiebildung, Lokaljournalismus und Medienvertrauen.
Deutschlandfunk: Studie: Zahl der unabhängigen lokalen Tageszeitungen sinkt
Der Beitrag fasst Forschungsergebnisse zum Rückgang unabhängiger Lokalzeitungen zusammen und zeigt, warum das für die öffentliche Information problematisch ist.Bundeszentrale für politische Bildung: Politische Medienbildung – zwischen demokratischer Notwendigkeit und fehlender Systematik
Der Beitrag erklärt, warum politische Medienbildung für Demokratien immer wichtiger wird, und zeigt zugleich, dass es dafür oft noch an klaren Konzepten und Strukturen fehlt.Journalismfund Europe: What are “news deserts” in Europe?
Der Beitrag erklärt den Begriff „News Deserts“ und zeigt, was es für Regionen bedeutet, wenn lokaler Journalismus verschwindet oder stark geschwächt wird.APA-Blog: „Renaissance von Demokratie und redaktionellen Medien“
Der Text beleuchtet aus österreichischer Perspektive, warum redaktionelle Medien für Demokratie, Vertrauen und öffentliche Orientierung wichtig bleiben.
3. So recherchierst du weiter
Mit guten Suchbegriffen findest du schneller passende Informationen.
Probiere zum Beispiel diese Kombinationen aus:
- Journalismus Demokratie Jugendliche
- Medienkrise Lokaljournalismus
- News Deserts Erklärung
- PR statt Journalismus
- parteinahe Medien Demokratie
- Medienvertrauen Studie
- Du kannst deine Suche noch genauer machen, indem du Begriffe wie Studie, Interview, Podcast, Reportage, Analyse, Statistik oder Beispiel ergänzt.
Recherche-Tipps:
- Achte darauf, wer die Quelle veröffentlicht hat.
- Vergleiche nach Möglichkeit mindestens zwei Quellen.
- Prüfe, ob ein Beitrag eher journalistisch, wissenschaftlich oder interessengeleitet ist.
- Notiere dir schon beim Lesen wichtige Infos, Zitate und Links.
4. Mach was draus!
Für ein Referat oder eine Präsentation:
- Erkläre, warum guter Journalismus für Demokratien wichtig ist.
- Vergleiche unabhängigen Journalismus mit PR oder Parteimedien.
- Zeige am Beispiel von „News Deserts“, was fehlt, wenn Lokaljournalismus verschwindet.
Für ein kleines Projekt:
- Untersuche, welche lokalen oder regionalen Medien es in deiner Umgebung gibt.
- Vergleiche einen journalistischen Beitrag und eine Pressemitteilung zum selben Thema.
- Sammle Beispiele dafür, wie Parteien oder Organisationen heute direkt über Social Media informieren.
- Führe eine kleine Umfrage in der Klasse durch: Woher beziehen Schülerinnen und Schüler politische oder gesellschaftliche Informationen?
Für schriftliche Arbeiten:
- Verfasse einen Kommentar.
- Schreibe eine Stellungnahme.
- Erstelle einen informierenden Sachtext.
- Verfasse eine Erörterung zur Rolle von Journalismus in der Demokratie.
Los geht‘s: Wähle eine Fragestellung aus dem Artikel und überlege, welches Format dazu am besten passt: Referat, Präsentation, Projekt oder Schreibaufgabe. Nutze anschließend die Zusatzquellen und Suchbegriffe, um dein Thema weiter auszuarbeiten.
Du möchtest das Thema aus dem JETZT-Artikel weiterverfolgen oder für die Schule nutzen? In diesem Abschnitt findest du Ideen und Hilfen für Referate, Präsentationen, Projekte und eigene Recherchen. So kannst du dein Wissen vertiefen, passende Fragestellungen entwickeln und aus dem Thema etwas Eigenes machen.
E) Didaktische Infos und Materialien für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und andere Lernbegleitende
1. Didaktischer Zugang
Dieses Lernmodul eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe, weil es ein aktuelles Medienthema mit einer demokratiepolitischen Grundfrage verbindet: Was passiert, wenn guter Journalismus schwächer wird? Der Text ist anspruchsvoll, aber sehr ergiebig, weil er nicht bloß behauptet, dass Journalismus wichtig ist, sondern Schritt für Schritt erklärt, warum das so ist und woran man den Unterschied zwischen viel Information und gutem Journalismus erkennt.
Didaktisch bietet der Beitrag mehrere starke Zugänge:
- Lebensweltlicher Zugang: Viele Jugendliche erleben täglich eine Überfülle an Informationen über Social Media, Messenger, Plattformen und Newsfeeds. Der Text knüpft genau daran an.
- Medienkundlicher Zugang: Der Artikel erklärt anschaulich, wie Nachrichten entstehen, woher Medien ihre Inhalte beziehen und was eigenständige journalistische Arbeit von bloßem Weiterverarbeiten unterscheidet.
- Demokratiepolitischer Zugang: Der Beitrag macht verständlich, warum unabhängiger Journalismus mehr ist als nur ein Wirtschaftszweig und welche Folgen es haben kann, wenn Redaktionen schrumpfen oder verschwinden.
- Urteilskompetenz: Der Text ist nicht platt alarmistisch, sondern argumentiert differenziert. Genau das macht ihn gut geeignet für Analyse, Diskussion und begründete Stellungnahmen.
Sprachlich und inhaltlich fordert der Text die Lernenden, weil er mit Beispielen, Gegenargumenten, rhetorischen Fragen und klaren Zuspitzungen arbeitet. Gerade deshalb eignet er sich sehr gut, um Verstehen, Zusammenfassen, Analysieren und Stellungnehmen miteinander zu verbinden.
2. So verwendest du die WAS JETZT-Materialien
Die Arbeitsblätter orientieren sich an den einzelnen Abschnitten des WAS JETZT-Lernmoduls. Dadurch kann gezielt nur mit einem bestimmten Teil gearbeitet werden – zum Beispiel mit dem Textverständnis, einer Schreibaufgabe oder der Medienanalyse. Das Material eignet sich für den Unterricht, für Hausübungen, für das selbstständige Lernen zu Hause oder für die individuelle Lernbegleitung.
Jedes Arbeitsblatt führt die Lernenden in den passenden Abschnitt des Lernmoduls hinein und unterstützt eine strukturierte Bearbeitung. Die Arbeitsblätter können einzeln verwendet, kombiniert und im Word-Format bei Bedarf auch angepasst werden. Sie eignen sich außerdem hervorragend dafür, in schuleigenen Lernmanagementsystemen als Arbeitsvorlage zur Verfügung gestellt zu werden.
Die Musterlösungen sind bewusst nicht in den Arbeitsblättern enthalten. Sie finden sich direkt im interaktiven WAS JETZT-Lernmodul. So bleiben die Arbeitsblätter als Arbeitsgrundlage schlank, während Hilfestellung und Vertiefung zentral im Lernmodul erfolgen.
3. Alle WAS JETZT-Materialien zu diesem Lernmodul
Hier findest du alle Materialien zu diesem Lernmodul in Form einzelner Word-Dateien. So kannst du selbst auswählen und anpassen, womit du im Unterricht, für Hausübungen oder bei der Lernbegleitung arbeiten willst.
In den Zeitangaben sind 20 bis 30 Minuten Lese-/Hörzeit für den JETZT-Artikel enthalten. Falls die Lernenden den Artikel bereits gelesen/gehört haben, reduzieren sich die Zeiten entsprechend: