A) Aufgaben zum Artikel
1. Hören und Mitlesen
- Höre dir den JETZT-Artikel einmal vollständig an und lies dabei im Text mit. Hinweis: Der gesprochene Text kann vom geschriebenen abweichen – nutze das, um deine Aufmerksamkeit zu triggern 😉
- Achte beim Hören darauf, an welchen Stellen du besonders aufmerksam wirst. Stoppe beim Lesen/Hören an drei Stellen, die dich überraschen, nachdenklich machen oder besonders gut formuliert sind. Mach dir Notizen zu diesen Stellen.
2. Verstehen
Beantworte die Fragen in ganzen Sätzen.
- Welchen Hauptgrund nennt der Autor dafür, dass sich viele Menschen heute schlechter konzentrieren können?
- Was meint der Artikel mit dem Begriff „Aufmerksamkeitsökonomie“?
- Warum sind Social-Media-Plattformen daran interessiert, dass Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange auf der Plattform bleiben?
- Wieso vergleicht der Autor die Wirkung von Social Media mit einer Sucht?
- Was ist mit der Aussage gemeint, dass Aufmerksamkeit nicht nur eine Ware, sondern auch eine Währung ist?
Vergleiche deine Antworten mit der Musterlösung!
- Welchen Hauptgrund nennt der Autor dafür, dass sich viele Menschen heute schlechter konzentrieren können?
Der Autor nennt als Hauptgrund, dass viele Menschen ihre Aufmerksamkeit durch Social Media ständig auf sehr kurze Reize trainieren. Durch Reels, Likes, Swipes und schnelle Belohnungen gewöhnt sich das Gehirn daran, nur kurz bei einer Sache zu bleiben. Dadurch fällt es schwerer, sich länger zu konzentrieren. - Was meint der Artikel mit dem Begriff „Aufmerksamkeitsökonomie“?
Der Artikel erklärt, dass Aufmerksamkeit in unserer Zeit etwas Wertvolles ist, um das viele Unternehmen, Plattformen und Personen kämpfen. Aufmerksamkeit ist nicht nur eine Ware, die verkauft wird, zum Beispiel an Werbekunden, sondern auch eine Art Währung. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt, gewinnt Einfluss, Reichweite, Anerkennung oder Ruhm. - Warum sind Social-Media-Plattformen daran interessiert, dass Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange auf der Plattform bleiben?
Social-Media-Plattformen verdienen Geld mit der Aufmerksamkeit ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Je länger jemand auf der Plattform bleibt, desto mehr Werbung kann gezeigt werden und desto mehr Daten fallen an. Deshalb versuchen die Plattformen, Menschen möglichst lange zu beschäftigen und an die App zu binden. - Wieso vergleicht der Autor die Wirkung von Social Media mit einer Sucht?
Der Autor vergleicht Social Media mit einer Sucht, weil die Apps das Belohnungszentrum im Gehirn ansprechen. Durch kurze Videos, Likes und neue Reize werden Gefühle ausgelöst, die als angenehm erlebt werden. Dadurch wollen viele Menschen immer weiterschauen, auch wenn sie merken, dass sie eigentlich Zeit verschwenden. - Was ist mit der Aussage gemeint, dass Aufmerksamkeit nicht nur eine Ware, sondern auch eine Währung ist?
Damit ist gemeint, dass Aufmerksamkeit nicht nur verkauft werden kann, sondern auch selbst einen eigenen Wert hat. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt, kann dadurch berühmt, einflussreich oder angesehen werden. Aufmerksamkeit funktioniert daher ähnlich wie Geld: Man kann sie ansammeln, weitergeben und in Vorteile umwandeln.
3. Zusammenfassen
- Schreibe eine kurze Zusammenfassung des Artikels in 5 bis 7 Sätzen.
Gehe dabei auf diese Punkte ein:- das zentrale Problem
- die Rolle von Social Media
- die Bedeutung der Aufmerksamkeit
- die wichtigste Aussage des Textes
Vergleiche deine Zusammenfassung mit der Musterlösung!
EINFACHE MUSTERLÖSUNG:
Der Artikel erklärt, warum es vielen Menschen heute schwerfällt, sich zu konzentrieren. Ein wichtiger Grund dafür sind Social Media und kurze Videos, die unsere Aufmerksamkeit immer wieder schnell ablenken. Der Autor zeigt, dass Plattformen wie Instagram oder TikTok davon profitieren, wenn wir möglichst lange dort bleiben. Unsere Aufmerksamkeit ist für sie wertvoll, weil sie damit Geld verdienen. Der Text macht deutlich, dass Social Media nicht nur unsere Konzentration beeinflusst, sondern auch Teil eines Systems ist, das um unsere Aufmerksamkeit kämpft.
ANSPRUCHSVOLLERE MUSTERLÖSUNG:
Der Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, warum die Konzentrationsfähigkeit vieler Menschen in der digitalen Gegenwart abnimmt. Der Autor argumentiert, dass Social-Media-Plattformen die Aufmerksamkeit ihrer Nutzerinnen und Nutzer systematisch auf kurze Reizintervalle ausrichten und dadurch langfristig die Fähigkeit zur Konzentration schwächen. Darüber hinaus erläutert er den Begriff der Aufmerksamkeitsökonomie und zeigt, dass Aufmerksamkeit in der digitalen Welt sowohl als Ware als auch als Währung fungiert. Plattformen, Influencer und Unternehmen profitieren wirtschaftlich und gesellschaftlich davon, Aufmerksamkeit zu binden und zu verwerten. Insgesamt macht der Text deutlich, dass der Umgang mit digitalen Medien nicht nur individuelle Folgen hat, sondern Teil eines größeren ökonomischen und gesellschaftlichen Systems ist.
- Zusatzaufgabe: Lass dir von einer KI deiner Wahl eine oder mehrere Zusammenfassung(en) des Artikels erstellen. Vergleiche dann:
- deine eigene Zusammenfassung
- die KI-Zusammenfassung(en)
- die Musterlösung
- Überlege dabei:
– Welche Version ist am verständlichsten?
– Welche Version trifft den Kern des Textes am besten?
– Was kann eine KI gut, was nicht so gut?
4. Nachdenken und Diskutieren
Wähle zwei der folgenden Fragen aus und beantworte sie schriftlich. Diskutiere sie dann mit anderen – z. B. in deiner Klasse.
- Erkennst du dich in der Beschreibung des Artikels wieder? Warum oder warum nicht?
- Wie stark beeinflusst Social Media deiner Meinung nach unsere Konzentration im Alltag?
- Tragen vor allem die Plattformen Verantwortung – oder auch die Nutzerinnen und Nutzer selbst?
- Sollte der Umgang mit Aufmerksamkeit und digitalen Ablenkungen stärker Thema in der Schule sein? Begründe deine Meinung.
- Der Autor schreibt, dass wir unsere Aufmerksamkeit oft nicht so behandeln, als wäre sie wertvoll. Stimmst du zu?
5. Analysieren
Untersuche, wie der Text geschrieben ist.
- Der Autor arbeitet mit Bildern und Vergleichen, zum Beispiel mit dem kleinen Hund oder den Sirenen aus der griechischen Mythologie. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
- Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen, in denen das besonders deutlich wird.
- Der Text will nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen. Woran merkt man das?
- Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem? Begründe deine Antwort mit Beispielen.
Vergleiche deine Analyse mit der Musterlösung!
EINFACHE MUSTERLÖSUNG:
- Der Autor arbeitet mit Bildern und Vergleichen, zum Beispiel mit dem kleinen Hund oder den Sirenen aus der griechischen Mythologie. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
Der Autor verwendet anschauliche Bilder und Vergleiche. Der Vergleich mit dem kleinen Hund zeigt gut, wie unruhig unsere Aufmerksamkeit geworden ist. Auch das Bild der Sirenen macht deutlich, dass Social Media sehr verlockend ist und uns schwer loslässt. - Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen, in denen das besonders deutlich wird.
Der Autor spricht die Leserinnen und Leser direkt mit „du“ und „wir“ an. Zum Beispiel schreibt er: „Der Grund für deinen Konzentrationsmangel ist nicht, was du denkst.“ Dadurch wirkt der Text persönlich und direkt. - Der Text will nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen. Woran merkt man das?
Der Text will nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen. Das merkt man an Fragen, Zuspitzungen und klaren Wertungen. Der Autor möchte, dass wir unser eigenes Verhalten auf Social Media kritisch hinterfragen. - Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem?
Begründe deine Antwort mit Beispielen.Der Text ist eine Mischung aus sachlich und meinungsstark. Einerseits erklärt der Autor wichtige Begriffe und Zusammenhänge. Andererseits verwendet er auch deutliche und wertende Formulierungen. Dadurch wirkt der Text informativ, aber auch sehr pointiert.
ANSPRUCHSVOLLERE MUSTERLÖSUNG:
- Der Autor arbeitet mit Bildern und Vergleichen, zum Beispiel mit dem kleinen Hund oder den Sirenen aus der griechischen Mythologie. Wähle zwei Beispiele aus und erkläre, welche Wirkung sie haben.
Ein Beispiel ist der Vergleich des wandernden Geistes mit einem kleinen Hund, der überall herumspringt, schnüffelt und plötzlich wieder losrennt. Dieses Bild macht sehr anschaulich, wie unruhig und sprunghaft unsere Aufmerksamkeit geworden ist. Der Vergleich ist leicht verständlich, humorvoll und gleichzeitig treffend.
Ein zweites Beispiel ist der Vergleich mit den Sirenen aus der griechischen Mythologie. Damit beschreibt der Autor Smartphones und Social Media als etwas Verführerisches, dem man nur schwer widerstehen kann. Dieses Bild verstärkt die Warnung des Textes und zeigt, dass die Gefahr nicht offen und brutal, sondern verlockend und angenehm wirkt. - Wie spricht der Autor die Leserinnen und Leser an? Suche zwei Textstellen, in denen das besonders deutlich wird.
Der Autor spricht die Leserinnen und Leser direkt mit „du“ oder „wir“ an. Dadurch wirkt der Text persönlich und nahbar. Eine deutliche Stelle ist gleich am Anfang: „Der Grund für deinen Konzentrationsmangel ist nicht, was du denkst.“ Eine weitere Stelle ist gegen Ende: „Instagram nimmt deine Aufmerksamkeit ernst. Und du?“ Durch diese direkte Ansprache entsteht das Gefühl, dass der Text nicht nur informiert, sondern das Publikum unmittelbar zum Nachdenken auffordert. - Der Text will nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen. Woran merkt man das?
Das merkt man daran, dass der Autor immer wieder Fragen stellt, Zuspitzungen verwendet und persönliche Wertungen einbaut. Er erklärt nicht nur sachlich, wie Social Media funktioniert, sondern lenkt die Leserinnen und Leser bewusst zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten. Formulierungen wie „Und dafür bekommst du … nichts“ oder „Es ist in Wahrheit noch viel schlimmer“ zeigen, dass der Text eine klare Wirkung erzielen will. Auch die Schlussfrage fordert zur Selbstreflexion auf. - Beurteile: Wirkt der Text eher sachlich, eher meinungsstark oder wie eine Mischung aus beidem? Begründe deine Antwort mit Beispielen.
Der Text wirkt wie eine Mischung aus sachlich und meinungsstark. Sachlich ist er dort, wo Begriffe wie „Aufmerksamkeitsökonomie“ erklärt oder Zusammenhänge zwischen Plattformen, Werbung, Daten und Aufmerksamkeit beschrieben werden. Meinungsstark ist er dort, wo der Autor Zuspitzungen und wertende Formulierungen verwendet, zum Beispiel wenn er von „nützlichen Idioten und Leibeigenen der neuen Feudalherren der Welt“ spricht. Gerade diese Mischung macht den Text wirkungsvoll: Er liefert Informationen und Deutungen, bleibt aber zugleich bewusst pointiert und argumentativ.
6. Schreiben
Wähle eine der folgenden Schreibaufgaben aus.
Option A: Stellungnahme
Schreibe eine Stellungnahme zu dieser Frage:
Machen soziale Medien uns unfreier, als wir glauben?
Umfang: ca. 250 bis 350 Wörter
So schreibst du eine Stellungnahme
In einer Stellungnahme sagst du klar, wie du zu einer Frage oder Aussage stehst. Du begründest deine Meinung mit nachvollziehbaren Argumenten und bleibst sachlich.
Darauf solltest du achten:
- Formuliere gleich am Anfang deine klare Meinung.
- Begründe deine Ansicht mit mindestens zwei guten Argumenten.
- Beziehe dich auf das Thema oder den Artikel.
- Schreibe verständlich, geordnet und in ganzen Absätzen.
- Am Schluss kannst du deine Meinung noch einmal kurz zusammenfassen.
Musterlösung Stellungnahme
Machen soziale Medien uns unfreier, als wir glauben?
Ich finde, dass soziale Medien uns tatsächlich oft unfreier machen, als viele denken. Auf den ersten Blick wirken Plattformen wie Instagram oder TikTok harmlos, weil wir dort selbst entscheiden können, was wir anschauen und wem wir folgen. In Wirklichkeit beeinflussen diese Plattformen unser Verhalten aber viel stärker, als uns bewusst ist.
Ein wichtiges Problem ist, dass soziale Medien unsere Aufmerksamkeit gezielt festhalten wollen. Im Artikel wird erklärt, dass Plattformen Geld damit verdienen, wenn wir möglichst lange online bleiben. Deshalb sind viele Inhalte so gestaltet, dass wir immer weiterschauen. Das schränkt unsere Freiheit ein, weil wir oft nicht mehr bewusst entscheiden, wie lange wir online sein wollen.
Außerdem verändern soziale Medien unsere Konzentration. Wenn wir ständig kurze Videos sehen und immer neue Reize bekommen, fällt es uns schwerer, länger bei einer Sache zu bleiben. Das merkt man zum Beispiel beim Lernen oder Lesen. Auch das macht uns unfreier, weil wir weniger Kontrolle über unsere Aufmerksamkeit haben.
Natürlich tragen nicht nur die Plattformen Verantwortung, sondern auch wir selbst. Trotzdem ist es schwierig, sich gegen ein System zu wehren, das bewusst so entwickelt wurde, dass es süchtig machen kann. Deshalb bin ich der Meinung, dass soziale Medien uns in vielen Situationen unfreier machen, als wir glauben. Gerade deshalb ist es wichtig, bewusst mit ihnen umzugehen.
Option B: Kommentar
Verfasse einen kurzen Kommentar mit dem Titel:
Meine Aufmerksamkeit ist wertvoll – aber ich behandle sie oft nicht so.
Umfang: ca. 200 bis 300 Wörter
So schreibst du einen Kommentar
Ein Kommentar ist ein meinungsbetonter Text. Du schreibst nicht nur, was ein Problem ist, sondern bewertest es deutlich und willst deine Leserinnen und Leser zum Nachdenken bringen.
Darauf solltest du achten:
- Wähle einen klaren Standpunkt.
- Schreibe lebendig und pointiert.
- Begründe deine Meinung mit passenden Argumenten.
- Du darfst auch Fragen, Zuspitzungen oder starke Formulierungen verwenden.
- Am Schluss sollte deutlich werden, was deine wichtigste Botschaft ist.
Musterlösung Kommentar
Meine Aufmerksamkeit ist wertvoll – aber ich behandle sie oft nicht so.
Meine Aufmerksamkeit ist wahrscheinlich eines der Wertvollsten, das ich habe. Trotzdem gehe ich oft so damit um, als wäre sie unendlich vorhanden. Ein paar Minuten am Handy, denke ich mir, und plötzlich ist eine halbe Stunde vorbei. Danach frage ich mich, wo die Zeit geblieben ist.
Genau das macht das Problem so unangenehm: Wir wissen eigentlich, dass unsere Aufmerksamkeit ständig umkämpft ist. Trotzdem verschenken wir sie dauernd. Social Media ist nicht einfach nur Unterhaltung. Plattformen wollen, dass wir bleiben, weiterscrollen, weiterklicken. Unsere Aufmerksamkeit ist dort kein Zufall, sondern ein Geschäft.
Besonders absurd ist, dass wir oft selbst dabei mithelfen, dieses System immer stärker zu machen. Mit jedem Like, jedem Swipe und jedem gespeicherten Video liefern wir Daten und trainieren Algorithmen. Wir glauben, wir konsumieren nur Inhalte, aber in Wahrheit arbeiten wir gleichzeitig für Plattformen mit.
Natürlich ist nicht jedes Video schlecht und nicht jede Minute auf Social Media verlorene Zeit. Aber wir sollten uns ehrlicher fragen, wie frei wir dort wirklich noch sind. Wenn Konzerne unsere Aufmerksamkeit ernster nehmen als wir selbst, dann läuft etwas schief.
Vielleicht sollten wir anfangen, unsere Aufmerksamkeit wieder wie etwas Wertvolles zu behandeln. Denn wenn wir sie überall verstreuen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn uns am Ende die Konzentration für die wichtigen Dinge fehlt.
Option C: Kreatives Schreiben: innerer Monolog
Schreibe einen inneren Monolog aus der Sicht einer Person, die eigentlich lernen wollte, dann aber auf TikTok oder Instagram „hängen geblieben“ ist.
Umfang: ca. 200 bis 300 Wörter
So schreibst du einen inneren Monolog
Ein innerer Monolog gibt die Gedanken einer Figur wieder. Du schreibst so, als würdest du direkt in ihren Kopf hineinhören. Dabei geht es vor allem um Gefühle, Zweifel, spontane Gedanken und Reaktionen.
Darauf solltest du achten:
- Schreibe aus der Ich-Perspektive.
- Zeige Gedanken und Gefühle möglichst direkt.
- Der Text darf sprunghaft, spontan und persönlich wirken.
- Fragen, abgebrochene Sätze und Ausrufe passen gut.
Es geht nicht um perfekte Ordnung, sondern um glaubwürdige Gedanken.
Musterlösung innerer Monolog
Innerer Monolog
Eigentlich wollte ich nur ganz kurz aufs Handy schauen. Wirklich nur kurz. Fünf Minuten Pause, dann lerne ich weiter. Aber jetzt ist es plötzlich dunkel draußen. Wie kann das schon wieder passiert sein?
Ich habe doch nicht einmal etwas Wichtiges gemacht. Erst ein Video, dann noch eins, dann ein lustiges, dann ein seltsames, dann ein Hundebaby. Und immer denke ich: das noch schnell. Nur noch dieses eine. Aber es gibt nie nur dieses eine.
Jetzt liegt das Mathebuch noch immer offen vor mir, als würde es mich vorwurfsvoll anschauen. Super. Morgen der Test, und ich kann wahrscheinlich nicht einmal mehr die Hälfte. Und das Schlimmste ist: Ich wusste es die ganze Zeit. Ich habe ja gemerkt, dass ich aufhören sollte. Aber irgendwie war es leichter, einfach weiterzuschauen.
Warum ist das so schwer? Ich bin doch nicht blöd. Ich weiß doch, dass diese Apps genau das wollen. Dass ich dranbleibe. Dass ich weiterscrolle. Und trotzdem mache ich genau das, was sie wollen.
Irgendwie ist das echt frustrierend. Ich wollte meine Zeit sinnvoll nutzen, und stattdessen habe ich sie einfach verschenkt. Morgen nehme ich mir wieder vor, es anders zu machen. Hoffentlich diesmal wirklich.
Lies oder höre den JETZT-Artikel und bearbeite danach die folgenden Aufgaben. Du kannst den Text auch hören und gleichzeitig mitlesen.
B) Check dein Textverständnis
Alles verstanden? Hier geht`s zum Quiz!
Du hast dich intensiv mit dem Text beschäftigt, hast ihn gehört, gelesen, zusammengefasst, analysiert, darüber nachgedacht und vielleicht mit anderen diskutiert.
Jetzt kannst du dein Textverständnis mit einem interaktiven Quiz testen. So oft du willst. Bis alles passt 😉
Du kannst das Quiz gleich hier auf der Seite machen oder es in einem neuen Tab öffnen.
C) Stärke deine Medienkompetenz
1. Das berichten andere Medien
Sieh dir zusätzlich zum JETZT-Artikel mindestens zwei weitere Beiträge oder Materialien zum Thema an.
Beispielquellen:
So kannst du selbst passende Beiträge finden:
Nutze bei der Suche konkrete Kombinationen aus Thema + Medium oder Thema + Format. Zum Beispiel kannst du suchen nach:
- Social Media Konzentration Jugendliche
- TikTok Aufmerksamkeit Gehirn
- Mediennutzung Konzentration Jugendliche
- Digital Detox Jugendliche
- Aufmerksamkeitsökonomie Social Media
2. Medienanalyse
Wähle zwei Beiträge oder Materialien zum Thema aus. Vergleiche sie mit dem JETZT-Artikel und erstelle (z. B. mit Word) eine Liste nach dem folgenden Vorbild. Trage deine Beobachtungen in die Liste ein. Achte besonders darauf, wie unterschiedlich Quellen ein Thema darstellen und welche Wirkung Sprache, Aufbau und Schwerpunkt haben.
Meine gewählten Medien:
JETZT-Artikel: Wir können uns alle nicht mehr richtig konzentrieren?
Weiteres Beispiel 1:
Weiteres Beispiel 2:
Quelle / Medium: Wer veröffentlicht den Beitrag?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Schwerpunkt des Beitrags: Worum geht es vor allem?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Zielgruppe: Für wen ist der Beitrag gemacht?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Art der Darstellung: eher erklärend, warnend, argumentierend oder analysierend?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Sprache / Wirkung: sachlich, direkt, pointiert, emotional, leicht verständlich?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Unterschiede zu JETZT: Was ist anders als im JETZT-Artikel?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Eigene Einschätzung: Was ist hilfreich, glaubwürdig oder besonders auffällig?
JETZT-Artikel:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Vergleiche deine Antworten mit der Musterlösung!
- Welchen Hauptgrund nennt der Autor dafür, dass sich viele Menschen heute schlechter konzentrieren können?
Der Autor nennt als Hauptgrund, dass viele Menschen ihre Aufmerksamkeit durch Social Media ständig auf sehr kurze Reize trainieren. Durch Reels, Likes, Swipes und schnelle Belohnungen gewöhnt sich das Gehirn daran, nur kurz bei einer Sache zu bleiben. Dadurch fällt es schwerer, sich länger zu konzentrieren. - Was meint der Artikel mit dem Begriff „Aufmerksamkeitsökonomie“?
Der Artikel erklärt, dass Aufmerksamkeit in unserer Zeit etwas Wertvolles ist, um das viele Unternehmen, Plattformen und Personen kämpfen. Aufmerksamkeit ist nicht nur eine Ware, die verkauft wird, zum Beispiel an Werbekunden, sondern auch eine Art Währung. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt, gewinnt Einfluss, Reichweite, Anerkennung oder Ruhm. - Warum sind Social-Media-Plattformen daran interessiert, dass Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange auf der Plattform bleiben?
Social-Media-Plattformen verdienen Geld mit der Aufmerksamkeit ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Je länger jemand auf der Plattform bleibt, desto mehr Werbung kann gezeigt werden und desto mehr Daten fallen an. Deshalb versuchen die Plattformen, Menschen möglichst lange zu beschäftigen und an die App zu binden. - Wieso vergleicht der Autor die Wirkung von Social Media mit einer Sucht?
Der Autor vergleicht Social Media mit einer Sucht, weil die Apps das Belohnungszentrum im Gehirn ansprechen. Durch kurze Videos, Likes und neue Reize werden Gefühle ausgelöst, die als angenehm erlebt werden. Dadurch wollen viele Menschen immer weiterschauen, auch wenn sie merken, dass sie eigentlich Zeit verschwenden. - Was ist mit der Aussage gemeint, dass Aufmerksamkeit nicht nur eine Ware, sondern auch eine Währung ist?
Damit ist gemeint, dass Aufmerksamkeit nicht nur verkauft werden kann, sondern auch selbst einen eigenen Wert hat. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt, kann dadurch berühmt, einflussreich oder angesehen werden. Aufmerksamkeit funktioniert daher ähnlich wie Geld: Man kann sie ansammeln, weitergeben und in Vorteile umwandeln.
3. Optional: Nutze ein Analysetool
Wenn du noch genauer untersuchen willst, wie ein Medienbeitrag aufgebaut ist, kannst du auch ein externes KI-unterstütztes Tool wie NEWSDECONSTRUCTED nutzen, das vom Linzer Forum MedienBildung mit der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt wurde und wird. Dort kannst du einen Link zu einem Beitrag eingeben und erhältst eine Analyse per E-Mail.
Zusatzaufgabe:
Teste das Tool mit einem der verglichenen Beiträge und prüfe anschließend:
- Welche Hinweise gibt dir das Tool?
- Was ist hilfreich?
- Wo musst du trotzdem selbst nachdenken und prüfen?
In diesem Abschnitt vergleichst du, wie verschiedene Medien über die Themen Social Media, Konzentration und Aufmerksamkeit berichten. Du achtest auf Inhalt, Sprache, Wirkung und Zielgruppe und lernst, Medien bewusster zu nutzen und besser einzuordnen.
D) Tools für deine Referate und Projekte
1. So wird es dein Thema
Aus dem Artikel ergeben sich viele spannende Fragestellungen. Du kannst zum Beispiel zu an einem dieser Themen weiterarbeiten:
- Wie verändert Social Media unsere Konzentration?
- Wie funktionieren Algorithmen auf Plattformen wie TikTok oder Instagram?
- Was bedeutet „Aufmerksamkeitsökonomie“?
- Macht Social Media süchtig?
- Wie kann man die eigene Aufmerksamkeit im Alltag besser schützen?
2. Vertiefe dein Wissen
Wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest, helfen dir verlässliche Zusatzquellen weiter. Die folgenden Seiten und Materialien erweitern den JETZT-Artikel um verschiedene Perspektiven: Video, Hintergrundwissen zum Geschäftsmodell von Plattformen, psychische Gesundheit und bewusste Mediennutzung.
- Bundeszentrale für politische Bildung: Werkstatt recherchiert: Wie beeinflusst TikTok die Aufmerksamkeitsspanne?
Ein kurzes Videoformat als verständlicher Einstieg in das Thema Aufmerksamkeit und TikTok. - Bundeszentrale für politische Bildung: Das Geschäftsmodell von Social-Media-Unternehmen
Hier erfährst du, wie Plattformen mit Aufmerksamkeit, Interaktionen und Daten Geld verdienen. - UNICEF: Teen mental health and social media
Diese Quelle zeigt, wie Social Media mit psychischem Wohlbefinden und Alltagsverhalten zusammenhängen kann. - Jugend und Medien / ZHAW: Medienkompetenz (PDF)
Die Broschüre bietet Hintergrundwissen und Anregungen für einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien.
3. So recherchierst du weiter
Mit guten Suchbegriffen findest du schneller passende Informationen.
Probiere zum Beispiel diese Kombinationen aus:
- Social Media Konzentration Jugendliche
- TikTok Aufmerksamkeit Gehirn
- Mediennutzung Konzentration Jugendliche
- Aufmerksamkeitsökonomie Social Media
- Digital Detox Jugendliche
- Du kannst deine Suche auch noch genauer machen, indem du Begriffe wie Studie, Interview, Podcast, Erklärung, Video oder Statistik ergänzt.
Recherche-Tipps:
- Achte darauf, wer die Quelle veröffentlicht hat.
- Vergleiche nach Möglichkeit mindestens zwei Quellen.
- Prüfe, ob ein Beitrag journalistisch, wissenschaftlich oder medienpädagogisch ist.
- Notiere dir schon beim Lesen wichtige Infos, Zitate und Links.
4. Mach was draus!
Für ein Referat oder eine Präsentation:
- Erkläre, wie Social Media unsere Aufmerksamkeit beeinflusst.
- Vergleiche zwei Medienbeiträge zum selben Thema.
- Zeige, was mit „Aufmerksamkeitsökonomie“ gemeint ist.
Für ein kleines Projekt:
- Führe eine anonyme Umfrage in der Klasse zur täglichen Handynutzung durch.
- Erstelle ein Medientagebuch für drei Tage.
- Gestalte ein Poster oder eine Infografik zum Thema „Was raubt uns Aufmerksamkeit?“
- Sammle Tipps für einen bewussteren Umgang mit Social Media.
Für schriftliche Arbeiten:
- Verfasse einen Kommentar.
- Schreibe eine Erörterung.
- Formuliere eine Stellungnahme.
- Verfasse einen informierenden Sachtext zum Thema.
Los geht‘s: Wähle eine Fragestellung aus dem Artikel und überlege, welches Format dazu am besten passt: Referat, Präsentation, Projekt oder Schreibaufgabe. Nutze anschließend die Zusatzquellen und Suchbegriffe, um dein Thema weiter auszuarbeiten.
Du möchtest das Thema aus dem JETZT-Artikel weiterverfolgen oder für die Schule nutzen? In diesem Abschnitt findest du Ideen und Hilfen für Referate, Präsentationen, Projekte und eigene Recherchen. So kannst du dein Wissen vertiefen, passende Fragestellungen entwickeln und aus dem Thema etwas Eigenes machen.
E) Didaktische Infos und Materialien für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und andere Lernbegleitende
1. Didaktischer Zugang
Dieses Lernmodul eignet sich besonders gut für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe, weil es ein Thema aufgreift, das viele aus ihrem Alltag kennen: das Gefühl, sich schlechter konzentrieren zu können. Der JETZT-Artikel verbindet diese Alltagserfahrung mit größeren gesellschaftlichen Fragen rund um Social Media, Aufmerksamkeit, digitale Ablenkung und Geschäftsmodelle von Plattformen.
Didaktisch ist der Beitrag besonders ergiebig, weil er mehrere Ebenen miteinander verknüpft. Er spricht ein persönliches Problem an, erklärt zentrale Begriffe wie „Aufmerksamkeitsökonomie“ und zeigt, dass Konzentration nicht nur eine individuelle Frage von Disziplin ist, sondern auch mit medialen Strukturen und digitalen Umgebungen zusammenhängt. Dadurch lässt sich das Thema sowohl lebensnah als auch analytisch bearbeiten.
Das Lernmodul fördert mehrere Kompetenzen zugleich: Die Lernenden setzen sich mit einem argumentativen journalistischen Text auseinander, erschließen seine zentralen Aussagen, untersuchen Sprache und Wirkung und reflektieren das Thema auf ihre eigene Lebenswelt. Gleichzeitig stärkt das Modul die Medienkompetenz, weil es dazu anregt, digitale Plattformen nicht nur als Unterhaltungsangebote, sondern auch als wirtschaftlich gesteuerte Aufmerksamkeitsräume zu verstehen.
Besonders geeignet ist der Beitrag auch für Diskussionen im Unterricht, weil er klare Thesen formuliert, pointiert geschrieben ist und Widerspruch ebenso erlaubt wie Zustimmung. So können Schülerinnen und Schüler nicht nur Textverständnis und Analyse üben, sondern auch eigene Positionen entwickeln und begründet vertreten.
2. So verwendest du die WAS JETZT-Materialien
Die Arbeitsblätter orientieren sich an den einzelnen Abschnitten des WAS JETZT-Lernmoduls. Dadurch kann gezielt nur mit einem bestimmten Teil gearbeitet werden – zum Beispiel mit dem Textverständnis, einer Schreibaufgabe oder der Medienanalyse. Das Material eignet sich für den Unterricht, für Hausübungen, für das selbstständige Lernen zu Hause oder für die individuelle Lernbegleitung.
Jedes Arbeitsblatt führt die Lernenden in den passenden Abschnitt des Lernmoduls hinein und unterstützt eine strukturierte Bearbeitung. Die Arbeitsblätter können einzeln verwendet, kombiniert und im Word-Format bei Bedarf auch angepasst werden. Sie eignen sich außerdem hervorragend dafür, in schuleigenen Lernmanagementsystemen als Arbeitsvorlage zur Verfügung gestellt zu werden.
Die Musterlösungen sind bewusst nicht in den Arbeitsblättern enthalten. Sie finden sich direkt im interaktiven WAS JETZT-Lernmodul. So bleiben die Arbeitsblätter als Arbeitsgrundlage schlank, während Hilfestellung und Vertiefung zentral im Lernmodul erfolgen.
3. Alle WAS JETZT-Materialien zu diesem Lernmodul
Hier findest du alle Materialien zu diesem Lernmodul in Form einzelner Word-Dateien. So kannst du selbst auswählen und anpassen, womit du im Unterricht, für Hausübungen oder bei der Lernbegleitung arbeiten willst.
In den Zeitangaben sind 20 bis 30 Minuten Lese-/Hörzeit für den JETZT-Artikel enthalten. Falls die Lernenden den Artikel bereits gelesen/gehört haben, reduzieren sich die Zeiten entsprechend: